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Zum guten Brauch gehören auch im Zeitalter moderner Medien Krippen in Haushalten und in Kirchen. Eine reizvolle und andachtsvolle Darstellung mit Hirten auf dem Felde sowie Maria und Josef auf ihrer Herbergsuche bietet aktuell ein Aufbau am Seitenaltar in der Wallfahrtskirche Maria Morgenstern in Lippertskirchen.

Karolin Kirner (re.) und Mesner Marinus Bernrieder (li.) beim Aufbau der ansprechenden Krippe in der Wallfahrtskirche „Maria Morgenstern“ in Lippertskirchen. Foto: Strim

Für die jeweiligen Szenen in den Wochen der Erwartung, der Geburt des Heiland sowie Anbetung des Sohn Gottes durch die Heiligen Drei Könige sorgt Karolin Kirner in Zusammenarbeit mit Mesner Marinus Bernrieder. Es handelt sich um eine verhältnismäßig junge Krippe mit etwa 30 Zentimeter großen Figuren aus der Werkstatt der im Frühjahr diesen Jahres verstorbenen Veronika Kirner aus Bad Feilnbach. Mit viel Liebe und Hingabe formte die Witwe des ehemaligen Bürgermeister Sepp Kirner Köpfe aus Wachs. Ebenso schneiderte und nähte sie Kleider von Hirten und Kindern, der Heiligen Familie, den Weisen aus dem Morgenland und anderen Darstellern der Weihnachtsgeschichte. Prägend für die Szenen sind das einfache bäuerliche Leben zwischen dem 19. und anfänglichen 20. Jahrhundert mit dazu passenden Personen vom Kind an bis zur betagten Greisin. In den Gesichtern der Protagonisten spiegelt sich Ausdruck der Erwartung und Hoffnung als Thema des Advents wider. Motive wie Reichtum und Herzlosigkeit haben in dieser Krippe keinen Platz, sondern wollen die Armut und Bescheidenheit mit welcher Jesus als Sohn Gottes Mensch wurde, zum Ausdruck bringen.  

Der Krippenaufbau ist auch nicht als starres Gebilde gedacht, wie Karolin Kirner betonte. Sie selbst sorgt durch beinahe tägliche Veränderungen von Figuren und Stellungen für Bewegung und Wärme der Szenen in der ewig währenden Weihnachtsgeschichte.

Veronika Kirner widmete sich mit Leidenschaft und Hingabe den Aufbauten und vor allem der Schaffung der liebevollen und Ausdruck widerspiegelnden kleinen bescheidenen Darstellern. Eine Krippe aus der Hand der in Bad Feilnbach bekannten „Liasn Vroni“ erzählt auch in der Pfarrkirche St. Michael in Litzldorf die herzerwärmende Weihnachtsgeschichte.

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