Die Dorfgemeinschaft des malerischen Ortes „Wiechs“, Gemeinde Bad Feilnbach, vor kurzen mit dem selbstverfassten Stück „Schlafende Jungfrau“ einen großartigen Erfolg feiernd, steht zu ihren beiden Kirchenpatronen „Laurentius“ und Papst „Sixtus II.“ Äußeres Zeichen von Verbundenheit im Glauben galt dem traditionellen Patrozinium, das Vereinsabordnungen mit ihren stolzen Fahnen und Mitglieder der Pfarrei Herz Jesu Bad Feilnbach zum Mitfeiern vor der kleinen Rokokokirche einlud. Den Gottesdienst umrahmte der Wiechser Frauenchor unter der Leitung von Bärbel Kolb und Harfenbegleitung von Franziska Kolb. In seiner kurzen Predigt ging Pfarrer Ernst Kögler auf das Wirken der beiden Heiligen ein, die durch den römischen Kaiser Valerian den Märtyrertod fanden. In jener Zeit wurden Christen benachteiligt und grausam verfolgt, gefoltert und hingerichtet. Auch heute sind Christen nicht mehr selbstbestimmend, werden in Misskredit gebracht, ausgegrenzt und diskriminiert. Sich in Papst Sixtus und Diakon Laurentius hineinfühlen, mache als Christ durchaus Sinn, so Bad Feilnbachs katholischer Geistlicher abschließend.







Ein beeindruckendes Bild malte die anschließende Prozession über Felder und Fluren des beschaulichen Ortes, der auf 1260 Jahre Geschichte zurückblicken darf. Pfarrer Ernst Kögler, das Allerheiligste in der Monstranz begleitend, verkündete an vier im Vorfeld aufgebauten Außenaltären das Evangelium. Besonders schön anzusehen waren heuer die vier traditionsreichen Prozessionsfiguren, die Kinder sowie Miaderdirndln in ihren typischen prachtvollen Gewändern auf ihren Schultern trugen, sowie die Frauen im feierlichen Gwand. Klangvoller Begleiter war die Musikkapelle Bad Feilnbach.
Guter Brauch war bei kühlenden Getränken, schmackhaften Spezialitäten und flotter Musik das abschließende „Laurenzifest“ im Garten am Bachofen, das traditionsbewusste „Wiachser Einheimische“ nicht entgehen ließen.
Text und Bilder: Peter Strim
